Gemeine Eibe oder eine Hybride?

Gemeine Eibe oder eine Hybride?



Nicht jeder weiß die Unterschiede zwischen Eiben zu deuten. In den meisten Geschäften, die Heckenpflanzen verkaufen kann man schlichtweg zwischen der gemeinen Eibe oder einer Hybride entscheiden. Im letzten Fall wird es sich meistens um eine Taxus media handeln. Das ist eine Mischform aus der gemeinen Eibe, Taxus baccata, und Taxus cuspidata. Auf Deutsch nennt man diese letztgenannte Sorte auch japanische Eibe. Es ist bestimmt kein Zufall, dass gerade diese Sorten in vielen Gartenzentren und Webshops erhältlich sind. Diese Sorten eignen sich nämlich ausgezeichnet für eine schöne, immergrüne Eibenhecke. Beide Sorten wachsen zudem langsam, aber werden ohne weiteres bis zur Augenhöhe wachsen. Das kompakte Wachstum sorgt zudem für eine hohe Privatsphäre.

Unterschiede zwischen einer gemeinen Eibe und einer Hybride

Unterschiede zwischen einer gemeinen Eibe und einer Hybride

Damit Sie die richtige Entscheidung treffen ist es wichtig, dass Sie wissen was die Unterschiede zwischen der gemeinen Eibe und der Taxus media sind. Wer sich eine Eibe aufgrund des dichten Laubes wünscht, sollte sich für die Taxus media „Hillii“ entscheiden . Dies ist eine männliche Sorte ohne rote Beeren. In Kombination mit dem kompakteren und niedrigeren Wachstum eignet sich die Taxus media übrigens gut für den Formschnitt. Der andere Unterschied sieht man erst wenn man die Eibe nicht schneidet. Die Taxus media hat nämlich ein kugelförmiges Wachstum und die Taxus baccata wächst eher kegelförmig.

Die Beeren der Eibe

Die Beeren der Eibe

Aufgrund des Formschnittes sind die Beeren der Eibe natürlich nicht wünschenswert. Die auffällige Farbe hat jedoch einen hohen Zierwert. Haben Sie die Taxus media im Blick? Dann sollten Sie wissen, dass die Taxus media „Hillii“ und die weibliche Taxus media „Hicksii“ zusammen gepflanzt werden können. In diesem Fall findet Bestäubung statt, wodurch die weiblichen Eiben im Spätherbst an den roten Beeren zu erkennen sind. Vögel werden Ihren Garten somit gerne besuchen, da die Beeren eine wahre Delikatesse sind. Menschen sollten dies jedoch nicht tun, da große Teile der Eibe, besonders der Samen der Früchte, sehr giftig ist. Das Essen der Beeren kann somit tödlich sein. Die Taxus baccata hat übrigens auch Beeren. Bei diesen Sorten sind die männlichen und weiblichen Exemplare schwer voneinander zu unterscheiden.

Wie wählt man die richtige Eibe?

Wie wählt man die richtige Eibe?

Welche Eibe sich nun am besten für Ihren Garten eignet, hängt natürlich mit Ihren Wünschen zusammen. Falls Sie das Schneiden am liebsten unterlassen möchten, sollten Sie sich für die Taxus media entscheiden. Diese Eibe braucht man nur ein bis zwei Mal pro Jahr zu schneiden. In dieser Hinsicht eignet sich diese Eibe auch perfekt für den Formschnitt. Es gibt zudem noch einen Grund, weswegen die Taxus baccata ein richtiger Heckenklassiker ist: mit seinen eleganten, dunkelgrünen Nadeln und dem winterharten Charakter wächst er zu einer Koniferenhecke , die das ganze Jahr hindurch wunderschön aussieht.